

Weizenkeime und -kleie sind etwas Gutes, aber nicht für Menschen, die auf Gluten reagieren. Das sind heutzutage leider immer mehr Menschen. Gluten kann Arthritisschübe auslösen, siehe Fachartikel von Dr. Semler (pdf).
Ratschlag: Eventuell ganz auf Getreide verzichten, allenfalls eine alte Sorte wie Einkorn oder einen alten Dinkel verwenden, die nicht gedüngt werden. Besser verträglich sind Buchweizen, Quinoa, Hirse oder Kartoffeln.
Basisch wirken v.a. Gemüse, Grünzeug, grüne Salate, Gurken, etc. und Wildkräuter, Pellkartoffeln, Buchweizen.
Grundsätzlich ist Getreide auf 9-12 Monate hinaus datiert. Länger lagern (z.B. in Kunststoff-Fass) ist kein Problem, einfach ab und zu Fass oder Sack bewegen wegen den Motten und vor Ungeziefer schützen. So bleibt Getreide über Jahre hinaus gut.
Hier gibt es spannendes Wissen rund um den Notvorrat und Lagerhaltung.
Weizenkeime: gelbliche Flocken, ideal für Müesli oder Salat. Sie enthalten viel Vitamin E, Zink und wertvolles Eiweiss. Weizenkeime werden auch als Gold der Naturkost bezeichnet. Das ist der Keim des Weizenkorns, dort würde der gesäte Weizen keimen und mit dem Wachstum beginnen. Weizenkeime enthalten sehr viel Gluten, aber auch eine Menge nützlicher Vitalstoffe. 2022 haben Forscher im Iran entdeckt, dass Weizenkeime bei der nichtalkoholischen Fettleber als diätetisches Lebensmittel unterstützend helfen kann.
Weizenkleie: Das ist die äussere Schale des Korns; in den Farben rot-bräunlich und grau; etwas strohig. Kleie enthält reichlich Mineralstoffe und Faserstoffe und gilt als stark basenbildend. Steinmetz ist ein besonderes Verfahren für höchste Qualität. Sie ist weniger "strohig" als normale Kleie. Wenn Sie Kleie essen wollen, dann suchen Sie nach Dinkelkleie oder Haferkleie. Das hat eine positive Auswirkung auf einen normalen Cholesterinspiegel.
Vom Weizenkeim ist gut 1/3 Kohlenhydrate = 33-35 Gramm. Davon 10-13 Gramm natürliche Einfach-Zucker, deshalb schmecken sie süsslich.
Die Beschaffung im Inland ist nicht immer möglich, weil es tonnenweise Weizen braucht, um Weizenkeime zu erhalten. Die Mühlen müssen die Weizenkeime sammeln, da reicht Schweizer Weizen, so schön das wäre, leider nicht aus. So werden die Keime «gemischt» aufgesammelt und dann frisch geliefert. Es ist ein Privileg, dass wir noch eine Mühle in der Schweiz haben, die die Weizenkeime in Bio-Qualität frisch und gut für uns produziert! Eine andere in der Nähe hatte so wenig Keime, dass sie teils schon ranzig waren als sie ankamen. Eine andere nicht in Bio-Qualität.